Bodenarbeit

Begegnende Kommunikation

In der Bodenarbeit vermittelt Bettina Bunne den Besitzern und Reitern durch feine, detaillierte Lektionen die Fähigkeit, die Körpersprache der Pferde zu erlernen.

 

Dabei wird der Fokus auf die Körpersprache der Menschen gerichtet. Denn erst, wenn der Mensch durch seine Kommunikation seine Wünsche klar formulieren kann, ist es dem Pferd möglich, diesen Wünschen auch präzise zu folgen.

Je nach Alter, Charakter und bisheriger Ausbildung wird individuell an dem Punkt angesetzt, an dem sich das Pferd aktuell befindet. In sehr kleinschrittigen Übungen rein über die Körpersprache wird die Kommunikation zwischen Mensch und Tier geübt und verfeinert. Dabei steht immer das Wohlbefinden des Pferdes an erster Stelle: Zeigt das Tier Ermüdungserscheinungen, wird die Einheit beendet.

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Hier könnt ihr Termine für Praxiskurse an eurem Stall anfragen:

Longieren

"Longieren ist kinderleicht, das machen doch alle."

Trotzdem gibt es die wildesten Longierhilfen und viele Diskussionen darüber, wie denn nun richtig longiert wird. Und auch wir wollen das Longieren hier einmal bewusst hinterfragen.

Zuallererst fragen wir: Was bedeutet Longiert werden für das Pferd?

Um das zu beantworten, schauen wir uns als ersten Aspekt ein Pferd in der Herde an: In welchen Momenten wird ein Pferd in der Herde getrieben? In erster Linie passiert das, wenn es für Fehlverhalten aus der Gruppe ausgeschlossen wird, also als Sanktion für unerwünschtes Verhalten. Das Pferd will den Schutz der Herde und die Gemeinschaft natürlich nicht verlieren, es ist als Fluchttier schließlich darauf angewiesen. Was das jetzt in dem Tier auslöst, ist an diesem Beispiel gut nachzuvollziehen. Was tut ein so getriebenes Pferd also? Es bittet um Wiederaufnahme in die Gemeinschaft und nutzt dazu eine Serie an Beschwichtigungsgesten, die dann im besten Falle zur Rückkehr in den Schutz der Gemeinschaft führen.

 

Mit diesem Wissen jetzt zurück zum Pferd, das in bester Absicht longiert wird, auf einer Kreisbahn, also einer für das Pferd unkalkulierbar langen Strecke: Der Mensch kennt oft die Gesten der Beschwichtigung gar nicht, er möchte dem Tier einfach ein bisschen lockere Bewegung gönnen, vielleicht ein Jungpferd auf das Gerittenwerden vorbereiten, an den Sattel gewöhnen, Muskulatur aufbauen… so, wie es alle tun.

 

Über die Zeit lernt das Pferd für sich selbst, dass es sich hierbei nicht um eine Sanktion handelt, es lernt aber auch, dass seine Beschwichtigung ignoriert wird. In der Folge stumpft es in seinem Verhalten ab und fügt sich in seine Situation.

Das muss nicht unbedingt in Widersetzlichkeiten oder Kämpfen an der Longe enden, kann es aber.  Geschichten dieser Art sind weitläufig bekannt und deren Ursache ist neben körperlichen Schmerzen oder Einschränkungen genau in dem hier beschriebenen Konflikt zu finden.

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Also wie kann ich es als Mensch anders gestalten?

 

Was kann ich tun, um dem Pferd ein gutes Erlebnis zu ermöglichen?

Wie kleinschrittig muss ich auf die Bedürfnisse des Tieres eingehen?

Was muss ich über den Bewegungsablauf und die Biomechanik wissen, um die Muskulatur bestmöglich aufzubauen?

Wie fördere ich ein stolzes, schwungvolles und korrektes Gangbild, geradegerichtet auf der Kreisbahn, also gesundheitsfördernd und gesunderhaltend?

Wie erhalte ich die feine Kommunikation und das Vertrauen des Pferdes?

Wie trainiere ich die Muskeln und Sehnen effektiv, um ein Pferd tragfähig für den Reiter zu machen?

Wie lernt das Pferd Schub und Tragkraft zu vereinen?

Die Antwort auf all diese Fragen liegt in der Art der gemeinsamen Arbeit. Ein sehr kleinschrittiges Training, basierend auf klaren Absprachen und feiner Kommunikation, ermöglicht ein solch fein schwingendes Pferd, das mental und körperlich in Balance bleibt.

Ihr wollt mehr über gesundes und faires Longieren erfahren?

Gemeinsam mit Nativehorses haben wir im Mai 2020 einen Onlinekurs zum Thema Longieren veranstaltet. Die Aufzeichnung mit insgesamt fast 5 Stunden Videomaterial findet ihr in der Videothek unserer gemeinsamen Webseite www.intuition-native.de.

Dort findet ihr auch den Folgekurs Longieren II, in dem wir noch konkreter auf Themen wie Linienführungskorrektur, Aufrichtung und Dehnung an Kappzaum und Longe oder Handwechsel in schnellen Gangarten eingehen.

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Reiten

Gemeinsame Freude, gemeinsame Freiheit

Oft werden wir gefragt, welche Stilrichtung Bettina beim Reiten unterrichtet. Die Antwort lautet "alle und keine".

 

Wer bei ihr Reitunterricht nimmt, lernt weder Englisches, noch Westernreiten. Er lernt gesunderhaltendes Reiten nach biomechanischen Prinzipien. Welcher Sattel dabei auf dem Pferd liegt, ist nebensächlich, denn hier geht es darum, Hilfen zu geben, die das Pferd intuitiv verstehen kann. Bettinas Reitschüler lernen, einen leichten, ausbalancierten Sitz zu entwickeln, der der natürlichen Logik der Pferde folgt. Auch ihre Zügelhaltung ist anders, als man es aus diversen Schulen und Systemen kennt.

Bettina Bunne auf Jarib

Einen umfassenden Einblick in die Reit-Philosophie von Intuition Pferd erhaltet ihr in unserem Videokurs "Reiten mit hoher Hand":

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